Der kreative Kopf hinter bunts.ch: Barbara Tudor

 

Seit Juni 2016 gibt es die Plattform Bunts auf Facebook, seit Oktober 2016 findet man Informationen rund um die Zürcher Oberländer Gemeinde Gossau auch auf www.bunts.ch. Doch wer steckt hinter bunts.ch und was sind die Ziele der Seite?

Die Initiantin und Betreiberin von bunts.ch ist Barbara Tudor, selber in Gossau zu Hause. Im Interview erzählt sie, warum sie den kleinen sympathischen Kerl namens «Bunts» ins Leben gerufen hat, was sie mit der Seite bezweckt und was ihre Pläne für die Zukunft sind.

Bunts: Barbara, wieso hast du die Seite «Bunts» ins Leben gerufen?
Barbara: Das ist schnell erklärt: Als ich im 2012 mit meiner Familie nach Gossau gezogen bin, hat uns als Neuzuzüger eine Plattform gefehlt, wo man sich rasch und umfassend über das Leben im Dorf informieren kann und die auch die sozialen Medien einbindet. Die Gemeindestruktur mit ihren Aussenwachten, dem Schulsystem usw. ist für Neuankömmlinge, wie wir es damals waren, eher komplex.


Was ist bunts.ch?
bunts.ch ist eine unabhängige, privat betriebene Online-Plattform für die Bewohnerinnen und Bewohner von Gossau.


«Bunts ist bunt und vielfältig, genau wie die Gossauer auch.»

Barbara Tudor, Initiantin und Betreiberin von bunts.ch

Wieso der Name «Bunts»?
Bunts ist eine Ableitung von bunt, also farbig. bunts.ch ist bunt und vielfältig – genau wie Gossau und seine Bewohner auch. Zudem ist der Name kurz und bündig.


Was möchtest du mit bunts.ch erreichen?
Mit bunts.ch und den betriebenen sozialen Kanälen möchte ich einen Beitrag für einen gelungenen Austausch innerhalb der Gemeinde leisten und eine gute Informationsvermittlung unterstützen. Dabei geht es mir primär darum, die schönen Seiten von Gossau hervorzuheben. Seien das die vielen tollen Veranstaltungen, die mit Herzblut organisiert werden, das attraktive Angebot des lokalen Gewerbes oder die zahlreichen Vereine mit ihrem wertvollen Angebot für ein eben buntes Leben in der Gemeinde.


Ist bunts.ch eine Newsplattform?
Natürlich hat bunts.ch einen gewissen Newsanteil, das heisst, wenn ich etwas Spannendes über Gossau erfahre, möchte ich es auch zügig publizieren. bunts.ch ist aber primär ein Austausch- und Informations-Medium. Viel wichtiger ist mir, dass man über bunts.ch alles Wissenswerte an einem zentralen Ort abrufen kann und darüber hinaus auch über die sozialen Kanäle aktiv über das Leben im Dorf auf dem Laufenden gehalten wird. Die Ausrichtung von bunts.ch ist eine andere als die einer reinen News-Plattform und wäre als «Ein-Frau-Betrieb» auch gar nicht machbar (schmunzelt). Ich sehe bunts.ch denn auch nicht als Konkurrenz zum bestehenden Medienangebot, sondern als spannende Ergänzung.


Wen möchtest du mit bunts.ch ansprechen?
bunts.ch soll alle von Gossau ansprechen: ob Junioren oder Senioren, ob Familien oder Singles, ob Schweizer oder Ausländer, ob Neuzuzüger oder Alteingesessene. bunts.ch ist für alle da. Darüber hinaus soll bunts.ch ein nahes und nützliches Sprachrohr für das lokale Gewerbe und die Vereine sein, um auf ihre Angebote und Dienstleistungen aufmerksam zu machen.


Was sind die Kernthemen von bunts.ch?
Zentrale Themen sind die Veranstaltungen im Dorf, die Angebote des lokalen Gewerbes und der Vereine. Darüber hinaus soll man über bunts.ch auch die wichtigsten Informationen und Adressen über die Gemeinde finden – von A wie Abfallkalender über S wie Schule bis zu Z wie Zahnarzt. Zudem möchte ich mit bunts.ch und seinen sozialen Kanälen zu einem gelungenen Austausch innerhalb der Bevölkerung beitragen.


Viele Informationen findet man doch aber auch auf der Gemeinde-Website.
Das stimmt. Die Gemeinde-Website ist sehr umfassend. Eine Gemeinde hat aber einen anderen Informationsauftrag. Da geht es um eine sachliche Informationsvermittlung. Bunts.ch setzt auf Unterhaltung, Spass und Freude.


Wie sind die Reaktionen aus der Bevölkerung?
Sehr positiv! Ich habe schon viele schöne Feedbacks bekommen, die mich natürlich sehr freuen und mich anspornen. Der schönste Beweis dafür, dass bunts.ch ein Bedürfnis deckt, sind die über 630 Fans auf Facebook innerhalb von nur sechs Monaten – und es kommen fast täglich weitere dazu. bunts.ch ist bereits die grösste Online-Community in Gossau!


Wie steht das lokale Gewerbe zu bunts.ch?
Auch von Seiten der lokalen Anbieter habe ich bereits positive Rückmeldungen erhalten, zum Beispiel zum Adventskalender vom vergangenen Dezember. Sie freuen sich über die Initiative und die frische Aufmachung von bunts.ch. Natürlich sind auch einige noch zurückhaltend, weil bunts.ch neu ist und sie die Person hinter dem Projekt nicht kennen. Doch das soll sich in den kommenden Monaten ändern.


Wie willst du die lokalen Anbieter von bunts.ch überzeugen?
Ganz einfach: durch eine konstant gute Leistung! Die kann man jeden Tag transparent sehen und mitverfolgen. Ich biete den lokalen Geschäften mit bunts.ch eine einzigartige Möglichkeit, einfach, schnell und preiswert mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Gerade sehr lokal orientierte Anbieter fahren mit regionalen Tages- und Wochenzeitungen Streuverluste ein, und die Preise sind für sie schier unerschwinglich. Die «Gossauer Info» ist ein super Print-Angebot für Gossau, schränkt aber durch die sporadische Erscheinung ein. Mit dem Online-Angebot von bunts.ch möchte ich eine Lücke schliessen und dort ansetzen: mit fairen Preisen und flexiblen Angeboten.


Was verstehst du unter "flexiblen Angeboten"?
Ich drehe den Spiess ganz einfach um: Statt starren Vorgaben orientiert sich mein Leistungsangebot an den Bedürfnissen der lokalen Anbieter. Sie sagen mir, was sie brauchen, und ich schaue, wie ich es auf bunts.ch passend umsetzen kann, sodass es für die Bevölkerung spannend ist und dem Anbieter Erfolg bringt. Mein Herz schlägt für KMUs. Ohne sie wäre das Leben in den Dörfern um einiges trister.

«Zuerst muss man sähen, bevor man ernten kann.»
Barbara Tudor


Wie wird bunts.ch finanziert?
bunts.ch finanziere ich vollumfänglich aus meiner privaten Tasche bzw. über mein Unternehmen, Tudor Dialog. Ziel ist aber natürlich, die Kosten für den laufenden Betrieb in naher Zukunft durch Werbe- und Sponsoring-Einnahmen decken zu können. Doch vorerst gilt: Wer ernten will, muss sähen.


Was sind die Pläne fürs kommende Jahr?
Zuerst einmal geht es darum, die Plattform bei der Bevölkerung weiter bekannt zu machen. Hierfür sind verschiedene Werbemassnahmen eingeplant. Dazu möchte ich den Kontakt zu den lokalen Anbietern aufbauen und mit bunts.ch vorstellig werden. Und natürlich gibt es einen Redaktions- und Aktivitätenplan für 2017. Die Gossauerinnen und Gossauer können sich auf tolle Sachen freuen.


Du unterhältst die Facebook-Seite und die Homepage, du schreibst… Wie machst du das alles?
Nun, die Kommunikation ist meine Welt. Ich bin eine erfahrene Marketing- und Kommunikations-Fachfrau. Meine langjährige Tätigkeit in der Medienwelt kommt mir bei meiner Arbeit natürlich zu Gute und setze ich auch für bunts.ch gezielt ein. Das wichtigste aber ist die Freude an der Sache.


Vielen Dank für das spannende Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit bunts.ch!

 

Zur Person
Barbara Tudor ist 1975 in Zürich geboren und in Grüningen aufgewachsen. Sie wohnt mit ihrer Familie seit 2012 in Gossau und ist selbständige Unternehmerin. Zuvor war sie während vieler Jahre in leitenden Funktionen sowohl in Konzernen als auch in KMU-Betrieben und für Non-Profit-Organisationen tätig. Mit ihrer Firma «Tudor Dialog» bietet sie professionelle Dienstleistungen in Marketing, Kommunikation und Werbung an – speziell für KMU. Weitere Informationen: www.tudordialog.ch