12. Gwerbler-Zmorge: reich an Essen und Informationen

Bereits zum zwölften Mal lud die Gemeinde am 9. März 2017 das Gossauer Gewerbe zum «Gwerbler Zmorge» in die Altrüti ein. Geboten wurde nicht nur ein sensationelles Buffet, sondern auch ein guter Überblick über die aktuellen Gemeindeprojekte.

Pünktlich um 7 Uhr begrüsste der Gemeindepräsident Jörg Kündig die rund 100 Gewerbetreibenden mit gewohntem Witz und Charme. Anschliessend gab er nicht weniger kurzweilig einen Überblick über die aktuellen Gemeindeprojekte wie zum Beispiel die Pläne zur Einheitsgemeinde und das Dauerbrenner-Thema «Erschliessung der Oberlandautobahn».

Einheitsgemeinde auf gutem Weg
Den Start machte Jörg Kündig mit Informationen zum Stand der Dinge für die geplante Einheitsgemeinde der Schule Gossau. Die letzten Anpassungen zum Vorschlag würden im Frühling dieses Jahres ausgearbeitet, sodass eine Abstimmung im September 2017 möglich sein werde. Der Gemeindepräsident wandte sich mit der Bitte an die Anwesenden, die Vorlage wohlwollend zu unterstützen, selbst dann, wenn sie nicht allen Wünschen zu 100 Prozent entspräche. Die Vorlage sei aber eine gute Grundlage, die in Zukunft weiterentwickelt werden könne.

Bauliche Entwicklungen in Gossau
Daniel Baldenweg informierte als nächstes über die aktuellen Aufgaben und Projekte in Bezug auf die Bauzonenordnung und Richtpläne und erläuterte die Komplexität im Zusammenspiel mit dem Kanton. Der Ressortvorsteher für Hochbau und Planung machte zudem Angaben über den Stand der Überbauung Eich: Die Ausschreibung für die dritte und letzte Parzelle, die ebenfalls im Baurecht zur Verfügung gestellt wird, sei abgeschlossen. Die eingegangen Eingaben würden nun geprüft, sodass die Gossauerinnen und Gossauer voraussichtlich an der Gemeindeversammlung im November 2017 darüber abstimmen können.

Ein Anwesender erkundigte sich nach dem geplanten Kreisel im Grüt. Daniel Baldenweg antwortete, dass dies ein Teil der gesamten Planung sei und die Planungsarbeiten dazu im 2018/2019 beginnen würden. Auf das eingereichte Bauprojekt auf dem Areal der «Linde» im Grüt angesprochen, antwortete Baldenweg, dass dieses die Verkehrsplanung im Grüt nicht negativ beeinflusse. Ein anderer Gast erkundigte sich nach dem Stand der Dinge der Überbauung «Am Roswisbach» bei der alten Käserei. Walter Caflisch, der ins Projekt involviert ist, informierte, dass es wegen offener Punkte mit einem Nachbar Verzögerungen gab, die Baueingabe nun aber in den nächsten zwei bis drei Wochen erfolgen könne.

 

Sensationelles Frühstücksbuffet der Gossauer Landfrauen

Was die Gossauer Landfrauen den Gewerbetreibenden aufgetischt haben, war schlicht fantastisch: Am Buffet fand man von frisch gebackenem Zopf und knusprigem Brot auch Birchermüesli, Früchtewähen und eine Fleisch- und Käseauswahl. Und auch die bunt gedeckten und mit frischen Blumen geschmückten Tische erfreuten die Besucher an diesem grauen März-Morgen.

Die Gossauer Landfrauen zauberten ein Frühstücksbuffet vom Feinsten

Dauerbrenner Oberlandautobahn
Nach einer kurzen Pause setzte Jörg Kündig zum dritten Thema an, der Erschliessung der Oberlandautobahn. Die Aufmerksamkeit war noch einmal gross. Jörg Kündig spannte die Anwesenden aber nicht lange auf die Folter und zeigte anhand von Grafiken und Simulationen anschaulich, welche Variante dem Kantonsrat nun zur Prüfung vorliegt. So würde die Autobahn mit dieser Lösung auf der Höhe Seewadel tunnelisiert und nur für ein kurzes Teilstück zwischen dem Waldstück in der Nähe vom Friedhof/Vita Parcours und dem Schlachthaus offen verlaufen. Eine unterirdische Lösung sei dort zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht möglich aufgrund der Grundwasserverhältnisse. Die Sorgen der Anwesenden sind spürbar. Kündig hat Verständnis: «Wir setzen alles daran, dass eine für Gossau möglichst verträgliche Variante umgesetzt wird.». Er gibt aber auch zu bedenken, dass man langfristig und für die nächste Generation denken müsse. Ein Bau in dieser Dimension dauere 10 bis 15 Jahre.

Zweiter Busbahnhof Wetzikon für noch mehr Pünktlichkeit

Wie man bereits aus den Medien erfahren konnte, ist in Wetzikon auf 2019 ein zusätzlicher Busbahnhof geplant, der für noch mehr Pünktlichkeit sorgen soll. Im Rahmen des Personenverkehrsgesetzes sind die umliegenden Gemeinden dazu verpflichtet, sich an den Kosten zu beteiligen. Das Geschäft wird zu gegebener Zeit an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung kommen. Jörg Kündig appelliert in diesem Zusammenhang an alle, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und an den Gemeindeversammlungen teilzunehmen. Die nächste Gemeindeversammlung findet am 12. Juni 2017 statt.

 

Veranstaltungshinweise und nächster Gwerbler Zmorge

Zum Schluss informierte Jörg Kündig über die bevorstehenden Veranstaltungen in der Altrüti: Die nächsten Highlights sind das Konzert von «Chris & Mike», welches mittlerweile ausverkauft ist, sowie der Auftritt des Komikers Claudio Zuccolini mit seinem neuen Programm „WARUM?“ am 7. September 2017. Diese sowie die regelmässigen Buchungen des Schweizer Fernsehens würden zur Ergebnisverbesserung der Altrüti beitragen. Zum Schluss gibt Jörg Kündig das Datum des nächsten «Gwerbler-Zmorge» bekannt. Es ist der 8. März 2018.

 

 

Text und Bilder: Barbara Tudor, Tudor Dialog