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bunts.ch und Gemeinde Gossau koordinieren Betreuung von Hilfesuchenden und Helfern

 

bunts.ch und die Gemeinde Gossau ZH koordinieren ab sofort die Anfragen von Hilfesuchenden und die Angebote von Helfenden.

 

von Barbara Tudor

 

Die Coronavirus-Hotline, welche die Gemeinde Gossau ZH am 13. März 2020 für alle NICHT-medizinischen Fragen innert Kürze auf die Beine gestellt hat, wird rege genutzt. Die Gemeinde betreibt diese Hotline mittlerweile auch für die Gemeinde Grüningen.

 

Zivilschutz ist im Einsatz

Die Gemeinde Gossau ZH hat den Zivilschutz Gossau ZH/Grüningen mit der Betreuung und Koordination der Hotline beauftragt. Aktuell ist ein Team von 18 Zivildienstleistenden aus Gossau ZH und Grüningen im Einsatz, um die Hotline, die täglich 24 Stunden besetzt ist, zu betreuen. Die Gemeinde Gossau ZH hat hierbei die Entscheidungshoheit, d.h. sämtliche Massnahmen, die getroffen werden, müssen vorher von der Gemeinde abgesegnet werden.

 

«Auch besorgte Gewerbler melden sich bei uns.»

Marcel Sharma, Einsatzleiter Coronavirus-Hotline Gossau ZH/Grüningen

 

Coronavirus-Hotline im Einsatz: Jeden Tag, 24 Stunden. Bild: bunts.ch
Coronavirus-Hotline im Einsatz: Jeden Tag, 24 Stunden. Bild: bunts.ch

Die Anfragen sind vielfältig

In den ersten Tagen seien vor allem medizinische Anfragen von den Bewohnerinnen und Bewohnern eingegangen, für die die Hotline nicht zuständig ist. Hier verweist das Team direkt an das nationale Ärztefon unter der Rufnummer 0800 33 66 55. «Nach Bekanntgabe der verschärften Massnahmen am 16. März haben vor allem besorgte Gewerbetreibende auf die Hotline angerufen», sagt Marcel Sharma, Einsatzleiter der Coronavirus-Hotline. Diese würden an die kantonale Hotline für Unternehmen verwiesen, Telefon 0800 044 117. In der Zwischenzeit gehen auch erste Anfragen von Hilfesuchenden und von Freiwilligen ein, die helfen möchten.

 

Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und bunts.ch

Auch bunts.ch hat bereits solche Anfragen erhalten. Auf bunts.ch wie auch in der Facebook-Gruppe gibt es derzeit zwar noch mehr Anfragen von Freiwilligen als von Hilfesuchenden. Beide Anspruchsgruppen möchten bunts.ch und die Gemeinde Gossau ZH aber pro-aktiv und möglichst gut bündeln, damit Hilfesuchenden rasch geholfen werden kann und die Freiwilligen möglichst optimal eingesetzt werden können. Thomas-Peter Binder, Gemeindeschreiber von Gossau ZH, ist froh um die unbürokratische Hilfe von bunts.ch: «Diese Aufgabenteilung entlastet uns. Wir schätzen die spontane Unterstützung von bunts.ch sehr.»

 

Hotline für Hilfesuchende - bunts.ch für Helfer*innen

Die Zusammenarbeit sieht konkret wie folgt aus: Die Gemeinde kümmert sich via Hotline weiterhin um die Hilfesuchenden, bunts.ch bündelt die Anfragen von den Helfer*innen und leitet diese an die Hotline weiter. Wer also Hilfe benötigt, zum Beispiel für den Einkauf, soll sich in erster Linie an die Coronavirus-Hotline wenden: Telefon 044 936 55 05. Wer seine Hilfe anbieten möchte, kann sich auf der Spezialseite von bunts.ch via Online-Formular bei bunts.ch melden. Diese Kontakte werden dann an die Hotline der Gemeinde weitergeleitet, wo sie die Freiwilligen entsprechend koordinieren können.

 

Facebook-Gruppe für den direkten Austausch

Mit der Facebook-Gruppe "Coronavirus: Wir schaffen das" von bunts.ch haben Hilfesuchende und Helfer*innen natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, sich direkt untereinander auszutauschen.

 

«Nur gesunde Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, sollen ihre Hilfe anbieten.»

Martin Friedli, Gesundheitswesen Zivilschutz Gossau ZH/Grüningen

 

Wichtig für Helfer und Hilfesuchende: Abstand- und Hygienevorschriften einhalten!

Ob nun Hilfesuchende oder Helfer/in: Ganz wichtig ist, dass die aufgestellten Abstand- und Hygienevorschriften des BAG beidseits eingehalten werden. Martin Friedli vom Zivilschutz Gossau ZH/Grüningen sagt im Gespräch: «Nur gesunde Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, sollen ihre Hilfe anbieten.» Er weist zudem auf weitere wichtige Regeln hin:

  • Hände vor und nach der Hilfe gründlich mit Seife waschen
  • Abstand von 2 Metern einhalten
  • kein Händeschütteln
  • Bei Einkäufen: Einkaufszettel wenn möglich nicht direkt übergeben, sondern z.B. in ein Couvert stecken/deponieren. Einkaufstasche wenn möglich vor die Türe stellen. Wenn das Eintreten ins Haus/in die Wohnung unumgänglich ist: Vorher und nachher gründlich die Hände waschen, Abstand einhalten, die hilfesuchende Person soll sich nicht im gleichen Raum aufhalten.

Die wichtigsten Rufnummern

Hotline Gossau ZH/Grüningen

Für alle NICHT-medizinischen Fragen

Telefon 044 936 55 05

Ärztefon

0800 33 66 55

Kantonale Hotline für Unternehmen

0800 044 117



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