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Corona-Krise: Ein Teil der Geschäfte darf ab 27. April 2020 unter Auflagen wieder öffnen

 

Der Bundesrat lockert die Massnahmen. Ab dem 27. April 2020 dürfen diverse Geschäfte unter Auflagen wieder öffnen. Die Schulen sollen ab dem 11. Mai 2020 wieder starten.

 

An seiner heutigen Medienkonferenz informierte der Bundesrat über die nächsten Schritte in der Coronavirus-Krise. Er hat drei Etappen definiert:

 

1. Etappe: Bestimmte Geschäfte ab 27. April 2020 wieder geöffnet

Mit Vorlage eines Schutzkonzeptes dürfen die Geschäfte wie Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden, Gärtnereien, Coiffeure, Massage- und Kosmetikstudios ab dem 27. April 2020 wieder öffnen. Auch ambulante medizinische Praxen können ihre Arbeit wieder aufnehmen. Spitäler können wieder sämtliche, auch nicht dringliche, Eingriffe vornehmen. Das Veransammlungs- und Veranstaltungsverbot gelte weiterhin. Zusammenkünfte von mehr als 5 Personen sind weiterhin verboten. Gastrobetriebe müssen weiter geschlossen bleiben.

 

2. Etappe: Schule startet ab 11. Mai 2020 wieder

Wenn es die Entwicklung der Lage zulasse, sollen die obligatorischen Schulen wieder öffnen, so der Bundesrat. Einkaufsläden und Märkte dürfen wieder öffnen. Den Entscheid darüber will der Bundesrat am 29. April 2020 fällen.

 

3. Etappe: Lockerung des Versammlungsverbots

Ab dem 8. Juni 2020 sollen Mittel- Berufs- und Hochschulen wieder Präsenzveranstaltungen abhalten können. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen. Die Details zu dieser Etappe will der Bundesrat am 27. Mai 2020 beschliessen. Dann solle nach Möglichkeit auch das Versammlungsverbot gelockert werden und die Öffnung der Gastrobetriebe könne wieder ins Auge gefasst werden. Bezüglich Grossveranstaltungen wolle der Bundesrat in Kürze weitere Informationen abgeben. Ob z.B. Freibäder diesen Sommer öffnen können, könne in der aktuellen Situation noch nicht beantwortet werden.

 

Hygiene- und Social-Distancing-Massnahmen weiterhin einhalten

Der Bundesrat appelliert an die Bevölkerung, die so wichtigen Hygiene- und Social-Distancing-Vorschriften weiterhin einzuhalten. Denn solange es kein Mittel gegen das Virus gebe, müsse man weiterhin vorsichtig sein. Gefährdete Personen müssten weiterhin geschützt werden. Es müsse verhindert werden, dass die Infektionen wieder ansteigen. Weiterhin sieht der Bundesrat davon ab, eine Maskenpflicht zu verordnen. Auf die Frage eines Journalisten zum Thema Schutzmasken sagt Bundesrat Alain Berset, dass das Tragen von Schutzmasken keine Pflicht sei, aber natürlich für Menschen der Risikogruppe oder Menschen in Kontakt mit diesen empfehlenswert. Es sei grundsätzlich jedem freigestellt, ob er eine Maske tragen wolle. Am wichtigsten sei die Einhaltung der Hygiene- und Distanzmassnahmen.

 

Quelle: Medienkonferenz auf SRF vom 16.04.2020

 

Weitere Informationen:

> Bundesamt für Gesundheit (BAG)