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Die geplante Deponie Tägernauerholz ist vorerst vom Tisch

Der wichtige Lebensraum kann weiter existieren. Bild: depo-nie.com
Der wichtige Lebensraum kann weiter existieren. Bild: depo-nie.com

 

Der Kantonsrat hat sich am 28. Oktober 2019 gegen den Bau der Deponie im Tägernauerholz entschieden.

 

von Barbara Tudor

 

Der neu zusammengesetzte Kantonsrat hat am 28. Oktober 2019 über die Deponiepläne im Tägernauerholz bei Gossau ZH und Grüningen entschieden: Mit 140 zu 31 Stimmen befürwortete das Parlament den Antrag der Gossauer SVP-Kantonsrätin Elisabeth Pflugshaupt, dass die Deponie erst dann gebaut werden soll, wenn alle anderen Deponien im Kanton Zürich gefüllt sind. Der Baustart für die Deponie im Tägernauerholz verzögert sich damit voraussichtlich um rund zehn Jahre. Der Vorschlag der Grünen, ganz auf die Deponie zu verzichten, blieb chancenlos. Auch der Vorschlag der SP, eine kleinere Deponie zu bauen, wurde abgelehnt.

 

Für den Moment verschont

Somit sind die Deponiepläne fürs erste vom Tisch. Doch in rund zehn Jahren wird das Parlament diese Diskussion erneut führen müssen. Die Deponie-Gegner zeigen sich jedoch erleichtert, allen voran das Komitee «DepoNie Tägernauerholz». Seit über zehn Jahren wehrte es sich gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden, Politikern und der Bevölkerung gegen die Pläne der Zürcher Regierung. Auf seiner Facebook-Seite schreibt es: «Wir dürfen zufrieden sein. Wir werden aber wachsam bleiben und weiterhin auf "unseren" Wald aufpassen.».

 

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