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Gemeinde Gossau: Positiver Jahresabschluss 2019

Die Gemeinde Gossau ZH schliesst das Jahr 2019 mit einem Millionenüberschuss.
Die Gemeinde Gossau ZH schliesst das Jahr 2019 mit einem Millionenüberschuss.

 

Zum ersten Mal wurde die Jahresrechnung als Einheitsgemeinde erstellt. Die Jahresrechnung 2019 weist einen Millionenüberschuss aus.

 

Das Jahr 2019 sei ganz im Zeichen des Aufbaus der Einheitsgemeinde gestanden, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung vom 28. April 2020. Trotz dieser Herausforderung weist die Jahresrechnung 2019 einen Millionenüberschuss aus.

 

Ertragsüberschuss von 2,6 Millionen Franken

Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Gesamtaufwand von Fr. 60‘376‘957.99 und einem Gesamtertrag von Fr. 63‘054‘498.85 mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 2‘677‘540.86 ab. Im Budget hat der Gemeinderat mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 2‘280‘950.00 gerechnet. Diese deutliche Verbesserung sei auf die Tatsache zurückzuführen, dass im Vorfeld der Budget-Gemeindeversammlung der budgetierte Ertrag aus dem Ressourcenausgleich auf Intervention des Bezirksrates reduziert werden musste. Im Frühling 2019 erfolgte diesbezüglich eine Anpassung des Gemeindegesetzes durch den Kantonsrat, sodass es den Gemeinden offen gelassen wird, ob eine Abgrenzung des Finanzausgleichs vorgenommen wird oder nicht. Der Gemeinderat Gossau ZH hat daraufhin beschlossen, auf die Abgrenzung des Finanzausgleichs zu verzichten. Diese rein buchhalterische Anpassung habe das Ergebnis gegenüber dem Budget um rund 2.6 Millionen Franken verbessert. Weiter hätten auch die Erträge aus den ordentlichen Steuern sowie den Grundsteuern zur deutlichen Verbesserung beigetragen.

 

Mehraufwände wegen Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde

Ebenso erfreulich seien die Aufwandunterschreitungen gegenüber dem Budget im Bereich Primarschule und Schulleitung/Schulverwaltung von rund Fr. 150‘000.00 bzw. Fr. 80‘000.00. Zudem habe die Zürcher Kantonalbank eine um Fr. 53‘000.00 höhere Gewinnbeteiligung ausgeschüttet als erwartet (Total Fr. 773‘188.00). Durch den Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde und die wachsende Einwohnerzahl in den letzten Jahren seien für die Bewältigung der Aufgaben seitens der Gemeindeverwaltung Anpassungen nötig gewesen. Die Anpassungen in den Abteilungen Gesellschaft, Bauabteilung, Liegenschaften, Präsidialabteilung und Steuerabteilung verursachten Mehrkosten von knapp Fr. 400‘000.00. Weitere grössere Mehraufwände gegenüber dem Budget sind bei den Zusatzleistungen zur AHV/IV mit Fr. 274‘000.00 und beim öffentlichen Verkehr für den Bahninfrastrukturfonds mit Fr. 172‘000.00 entstanden.

 

Höhere Investitionen als geplant
Vorgesehen waren Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von 4,66 Millionen Franken. Effektiv investiert wurden rund 5 Millionen Franken, vorwiegend in bestehende Tief- und Hochbauten. Eine markante Position in der diesjährigen Investitionsrechnung sei zudem die Umwandlung der in den Vorjahren bezahlten Investitionsbeiträge an den Zweckverband ARA in ein Darlehen.

 

Fremdverschuldung reduziert
Der Gesamthaushalt (steuerfinanzierter- und gebührenfinanzierter Teil) erreicht einen Selbstfinanzierungsgrad von 144% (Budget 36%). Somit hätten alle ausgeführten Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert und die Fremdverschuldung reduziert werden können, so die Mitteilung.

 

Vorlage Jahresrechnung für Juni 2020 geplant

Am 15. Juni 2020 plant der Gemeinderat der Gossauer Gemeindeversammlung die Jahresrechnung 2019 der Politischen Gemeinde zur Abnahme vorzulegen. Ob diese Gemeindeversammlung in der aktuellen Situation durchgeführt werden kann, sei jedoch noch ungewiss, so die Mitteilung der Gemeinde Gossau vom 28. April 2020. Gemäss den kantonalen Vorgaben, muss bei einer Absage der Gemeindever-sammlung die Jahresrechnung an einer späteren Gemeindeversammlung behandelt werden. Eine Urnenabstimmung wäre nicht zulässig.

 

Quelle: Medienmitteilung vom 28. April 2020