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Gossauer Jugendliche im öffentlichen Raum

 

Ein Beitrag von Andrea Jungen, Abteilung Gesellschaft der Gemeinde Gossau, zum Thema Jugendliche im öffentlichen Raum.

 

In Gossau leben 672 Jugendliche über 12 Jahre. Dank vielen Angeboten, engagierten Eltern und Vereinen besteht zwischen verschiedenen Generationen ein einvernehmliches und positives Zusammenleben, auch wenn gelegentlich – vor allem im Sommer – auffällt, dass ein paar wenige die Spielregeln der Gesellschaft noch nicht kennen. Die Erfahrung zeigt, dass es lediglich eine Frage der Zeit und der offenen Kommunikation ist, dass sie die richtigen Lernerfahrungen machen können.

 

Breites und vielseitiges Angebot für die Gossauer Jugendlichen

Die Jugendkommission Gossau, in welcher Vertreter/innen der Schule, der Kirchen, des Jugendtreffs, der Gemeinde und der Polizei Einsitz haben, beobachtet seit vielen Jahren die Lebenssituation von Jugendlichen im öffentlichen Raum. Dazu gehört auch die Entwicklung von Leitsätzen zur Jugendpolitik, die Orientierungs- und Handlungsleitlinien der Verwaltung und des Gemeinderats bilden. Jugendförderungsbeiträge und das Einhalten des Jugendschutzkodex bilden die Basis der Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und vielen Gossauer Vereinen, die sich seit Jahren in vielfältigster Weise mit attraktiven Angeboten und Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche einsetzen. Es ist auffallend, wie breit und vielseitig das Freizeitangebot für Jugendliche in Gossau ist. Zudem bestehen in der Umgebung weitere öffentlich zugängliche Möglich-keiten wie z.B. der Skaterpark in Mönchaltorf, diverse Sportanlagen und nicht zuletzt viele kirchliche Jugendangebote. Wir können uns glücklich schätzen, Teil einer kommunalen Bevölkerung zu sein, welche sich durch Freiwilligenarbeit für Kinder und Jugendliche, aber auch im Altersbereich so durchgehend engagiert und einen unverzichtbaren Beitrag leistet.

 

Thema Littering beschäftigt

Im Sommer 2018 hat auf dem Areal des Schulhauses Berg eine Veranstaltung zum Thema «Jugendliche im öffentlichen Raum» stattgefunden (bunts.ch berichtete, Anmerkung): Viele Jugendliche und Erwachsene haben sich über das Zusammenleben von Generationen und über Bedürfnisse ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, dass das Thema «Littering» im Sommerhalbjahr auffällt und beschäftigt. Auf einigen Plätzen, besonders auf Schulanlagen, entstehen zuweilen Orte, wo sich Jugendliche und junge Erwachsene gerne unter sich treffen. Dies ist gut so. Treffpunkte im öffentlichen Raum sind wichtig und überall möglich. Es gelten aber die üblichen Regeln des Zusammenlebens, des gegenseitigen Respekts für andere Nutzer/innen, der Ordnung. Wenn Respekt, Regeln und Ordnung verletzt werden, müssen Verursachende entweder Lernerfahrungen machen und ihr Verhalten ändern oder mit Konsequenzen rechnen. Das ist auch in Gossau so.

 

Direkt ansprechen oder Hilfe in Anspruch nehmen

Unangemessenes Verhalten soll direkt angesprochen, Fairness und Regeln eingefordert werden. Geht dies nicht, müssen weitere Schritte folgen: Dies kann auch Bussen, Arealverbote oder sogar Anzeigen nach sich ziehen. Zum Glück bestehen in unserer Gemeinde sehr viele und abwechslungsreiche Übungsfelder für Jugendliche zum Umgang mit anderen Menschen und dem öffentlichen Raum, mit der Natur, mit Interessen und Hobbys, mit einer Gruppe, mit Regeln. Dies gelingt dank dem vielseitigen und engagierten Angebot der Gossauer Vereine und Kirchen sowie ihre freiwilligen Mitarbeitenden, welche vorleben, war für eine Gemeinschaft zielführend und sinnstiftend ist. Die wenigen anderen, die dies noch nicht können oder wissen wollen, sollten die Erfahrung machen, dass sie direkt angesprochen werden, dass hingeschaut wird. Sprechen wir sie einfach an: Auch sie gehören zu uns. Nicht alle Menschen trauen sich, einer Gruppe gegenüberzutreten, die sich gerade nicht an Regeln hält. In solchen Situationen darf man sich gerne überlegen, ob man die Hilfe der Kantonspolizei in Anspruch nehmen will: Sie kennt die Situation.

Jugendförderungsbeiträge

Im März werden die Grundlagen für die Jugendförderungsbeiträge an Vereine wieder auf der Gemeinde-Homepage aufgeschaltet: Jugendschutzkodex, Reglement für Beiträge und Factsheet-Gesuch. Wie jedes Jahr finden im September 2019 auch die von der Gemeinde organisierte Weiterbildung und der Austausch für jugendfördernde Vereine statt. Anliegen und Ideen dazu nehmen wir gerne entgegen: Abteilung Gesellschaft, Bereich Jugend, Andrea Jungen, Tel. 044 936 55 51, andrea.jungen@gossau-zh.ch.

Text: Andrea Jungen, Abteilung Gesellschaft der Gemeinde Gossau

Quelle: Gossauer Info, März 2019