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Gossauer Mode-Label sponsert Trikot von englischem Fussballverein

Gehen neue Wege in der Modebranche: Nico Staub (links) und Stephan Wernli aus Gossau ZH. Bild: Seraina Boner
Gehen neue Wege in der Modebranche: Nico Staub (links) und Stephan Wernli aus Gossau ZH. Bild: Seraina Boner

 

Stephan Wernli und Nico Staub aus Gossau ZH haben 2018 das Modelabel MAHOL gegründet. Ihr Konzept: Verwendung recycelter Materialien aus den Weltmeeren und Produktion auf Abruf. Seit kurzem sponsern sie die Trikots des Londoner Protestvereins Dial Square FC.

 

von Barbara Tudor

Die beiden in Gossau ZH aufgewachsenen Freunde, Nico Staub und Stephan Wernli, haben 2018 das Modelabel MAHOL gegründet. Ihr Konzept: Die Herstellung von Textilien aus recycelten Materialien wie alte Fischernetze oder PET-Flaschen aus den Weltmeeren. Seit kurzem ist das Label Trikot-Sponsor des englischen Protest-Fussballvereins Dial Square FC.

 

Umweltschonend einkaufen muss nicht teuer sein

Das Angebot im Online-Shop von MAHOL kann sich sehen lassen. Da gibt's T-Shirts, Hoodies und Wäsche für Frauen, Männer und Kinder in verschiedenen Looks zu fairen Preisen zu kaufen. Dazu Accessoires wie Caps und Rucksäcke. Doch das alleine ist es nicht, was MAHOL interessant macht. Es ist vor allem ihr Konzept, vegane Textilien herzustellen aus Altkleidern oder recycelten Materialien aus den Weltmeeren. Gemäss eigenen Angaben wird ihre Kleidung unter umweltbewussten Bedingungen hergestellt. So werde beispielsweise der Abbau von Baumwolle verhindert, wo Feldarbeiter oft zu Hungerlöhnen arbeiten müssten. Dort, wo Baumwolle zum Einsatz komme, verarbeite MAHOL nur Bio-Baumwolle (Organic Cotton), die verifiziert ist und für professionelle Arbeitsbedingungen steht. Darüber hinaus garantiert MAHOL eine 100 Prozent faire Herstellung und Abbauart.

«Mit MAHOL wollen wir beweisen, dass man Mode verantwortungsbewusst tragen kann.»
Nico Staub, Mitinhaber von MAHOL

 

Upcycling: Aus Alt wird Neu

In der Produktion von MAHOL werden alte Materialien verarbeitet und neu verwendet. So werden beispielsweise abgenutzte Hemden zerkleinert, daraus das Garn extrahiert, von Hand gewaschen und für die Produktion wiederverwendet. «Durch die Wiederverwendung von Textilien wollen wir den Massenverbrauch systematisch bekämpfen», sagt Stephan Wernli überzeugt. Und Nico Staub ergänzt: «Mit MAHOL beweisen wir, dass man Mode verantwortungsbewusst tragen kann. Mit MAHOL wollen wir ein Zeichen der Liebe setzen für unsere Umwelt.». MAHOL arbeitet mit zertifizierten Labels zusammen, unter anderem mit GOTS und Organic Blended Content Standard.

 

Individuell und auf Abruf

MAHOL führt nicht etwa ein riesiges Lager. «Die Kleider werden erst nach der eingegangenen Bestellung hergestellt und in die ganze Welt verschickt. Natürlich CO2-neutral», sagt Stephan Wernli. Auch individuelle Gestaltungen sind möglich. Produziert werde in der Türkei, in Portugal, Israel, Honduras, Nicaragua und in den USA bei externen Produktionspartnern, welche die Bestellung dann auch gleich an die Kunden versenden.

 

«Die Trikots kommen bei den Fans gut an.»

Stephan Wernli, Mitgründer von MAHOL

Das Trikot vom Dial Square FC gibt’s für £40 im Online-Shop. Bild: MAHOL
Das Trikot vom Dial Square FC gibt’s für £40 im Online-Shop. Bild: MAHOL

Trikot-Sponsoring für den englischen Dial Square FC

Die beiden Jungunternehmer sind begeisterte Fussballer. Als sie anfangs 2020 von der Gründung des Dial Square FC und dessen Suche nach einem Trikot-Sponsor erfuhren, witterten die beiden ihre Chance. Ihr Ziel: Ihre Marke international bekannt machen. Es scheint ihnen gelungen zu sein: Das MAHOL-Logo steht für drei Saisons auf den Trikots des Protest-Vereins der FC-Arsenal-Anhänger. Stephan Wernli: «Die Trikots kommen bei den Fans gut an, und wir haben sogar bereits Bestellungen aus den USA und Neuseeland erhalten». Je nach Erfolg werde sich MAHOL mit einem vier- bis fünfstelligen Betrag beteiligen. Die beiden Gründer sind zuversichtlich, dass sich diese Investition lohnen wird. Stephan Wernli: «Das Engagement bietet uns die Möglichkeit, uns in diesem Sport zu positionieren.»


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