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Hunde-Giftköder in Gossau vermutet

Symbolbild
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Immer wieder liest man in den Medien von ausgelegten Giftködern. Offenbar ist nun auch die Gemeinde Gossau betroffen. Eine Frau warnt die Gossauerinnen und Gossauer auf ihrer Facebook-Seite vor Giftködern, die auf Feldern bei der Altrüti ausgestreut worden seien. Ihre Hündin erlitt eine schwere Vergiftung, ist jetzt aber zum Glück über den Berg.

 

von Barbara Tudor

 

Die Hundebesitzerin M. ist am Dienstag mit ihrem Hund in der Altrüti spazieren gegangen. Die Felder dort seien mit Mist bedeckt gewesen, wo offenbar auch noch etwas Anderes ausgestreut war. Denn in der Nacht auf Mittwoch musste sie ihre eineinhalb-jährige Hündin wegen Lähmungserscheinungen und Zittern notfallmässig zum Tierarzt bringen. Zwei Tage lang habe die medizinische Behandlung gedauert, bis die Hündin über den Berg war. Gemäss Angaben der Tierärzte handelte es sich um etwas Toxisches, welches die Nerven befallen habe. Dass die Hündin die Sache überstanden hat, liege vor allem daran, dass sie noch so jung ist. Ein älterer Hund hätte vermutlich nicht so viel Glück gehabt, schreibt M. In Ihrem Facebook-Post ruft sie alle Gossauer Hundehalter/innen dazu auf, vorsichtig zu sein und allfällige Funde direkt bei der Polizei zu melden und Anzeige zu erstatten. Eine andere Nutzerin kommentierte, dass auch Grüt betroffen sei.

 

Giftköder gefunden - was tun?

Wer einen Giftköder entdeckt, soll ein Foto vom Fundort und vom Köder machen und ihn z.B. in einem Robidog-Beutel einpacken und zur Polizei bringen, um Anzeige gegen Unbekannte zu erstatten. Bei Giftködern muss gemäss petsitting24.ch die Polizei aktiv werden, da die Köder auch eine Gefahr für Kinder darstellen. Ergänzend wird empfohlen, den Fund auf Giftköder-Warnseiten zu melden und in den sozialen Medien zu teilen (Adressen siehe unten).

 

Wenn der Hund etwas gefressen hat

Wenn der Verdacht besteht, dass der Hund einen Giftköder gefressen hat, dem wird geraten, sofort den Tierarzt aufzusuchen und den Besuch vorab telefonisch anzukündigen, damit sich das Personal bereitmachen kann. Die Resten des Köders oder Erbrochenes sollte wenn möglich mitgenommen werden. Wie petsitting24.ch schreibt, helfe dies zu ermitteln, ob und welche Art von Gift eingesetzt wurde, und der Tierarzt könne entsprechende Gegenmassnahmen ergreifen.

 

Weitere Informationen:

> Giftköder-Alarme

> Giftköder-Alarm Schweiz (Facebook-Gruppe)

> Tierspital Zürich

> GiftköderRadar App