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«Alpakas passen zu uns»

Ein grosser Alpaka-Fan: Monika Büchel aus Gossau (zvg)
Ein grosser Alpaka-Fan: Monika Büchel aus Gossau (zvg)

 

Die Alpaka-Farm von Monika Büchel liegt zwischen Gossau und Mönchaltorf. Auf einem ehemaligen Bauernhof leben sie und ihr Lebenspartner mit ihren vier Alpakas, Hühnern und Katzen. Dort gehen sie einem alten Handwerk nach, der Verarbeitung von Rohwolle.

 

von Martina Gradmann*

 

Frau Büchel, wie sind Sie nach Gossau gekommen?
Ich bin ursprünglich aus Österreich und ausgebildete Landwirtin und Sozialbegleiterin. Von dort hat es mich nach Altstätten, dann nach Rüti SG und schliesslich in den Kanton Zürich verschlagen, wo ich als Tierpflegerin arbeitete. In Gossau gefällt es mir ausnehmend gut. Es ist überschaubar und hübsch. Man findet hier alles, was man braucht.

Sie betreiben hier eine Alpaka-Farm. Wie sind Sie auf die Alpakas gekommen?
Ich habe immer gerne mit Tieren und Menschen gearbeitet. Auf einer Ausstellung sind mein Lebenspartner Jean und ich auf diese wunderschönen Tiere gestossen und wussten gleich, die passen zu uns.

Welche Philosophie steckt hinter Ihrer Alpaka-Farm?
Mein Partner und ich sind Naturliebhaber. Es ist uns wichtig, mit allem liebevoll und ressourcenschonend umzugehen. Auf unserer Farm machen wir eigentlich alles selber. Mit der Verarbeitung von Rohwolle möchten wir einerseits Menschen ansprechen, die Wert auf Handarbeit legen, aber auch Natur-Liebhaber und Alpaka-Freunde sind bei uns herzlich willkommen. Bei uns gibt es keinen Trubel, es ist ruhig und beschaulich.

Alpakable: Gemeinsam arbeiten macht Spass. Bild: zvg
Alpakable: Gemeinsam arbeiten macht Spass. Bild: zvg

Sie bieten auch Tätigkeiten für Menschen in schwierigen Lebenssituationen an. Was genau ist damit gemeint?
Alpakas werden wegen ihres ruhigen und friedlichen Charakters auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Wir möchten Menschen ansprechen, die vielleicht in einer IV-Abklärung sind und sonst keiner Tätigkeit nachgehen können oder anderweitig in einer schwierigen Lebenssituation stecken. Ihnen geben wir die Möglichkeit, etwas Sinnstiftendes zu tun. Weg vom reinen Gewinndenken, hin zum gemeinsam erlebten Handwerk rund um ein urtümliches Rohmaterial, die Wolle.
 
Was genau können solche Menschen bei Ihnen machen?
Sie können mit Alpakawolle gefüllte Sitz- und Zierkissen herstellen und strickfertige Wolle spinnen. Die einen bleiben nur kurz, andere kommen über längere Zeit zu uns, um dabei auch immer etwas dazuzuverdienen. Es gibt auch einfache Arbeiten wie Wolle waschen, zupfen und so weiter. Ich möchte, dass diese Menschen wieder ihren Wert spüren. Damit ich zwischen Mensch,Tier und Handwerk auch optimal vermitteln kann, mache ich im Moment noch eine Ausbildung in tiergestützter Arbeit.

 

* Martina Gradmann ist freie Journalistin und lebt in Grüningen.

 

Alpakable Farm

Monika Büchel

Heizibüelstrasse 6

8617 Mönchaltorf

Telefon 076 402 09 13

www.alpakable.ch

 

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