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«Mini Schwiiz, dini Schwiiz»: 2. Platz für Gossau ZH

Platz 2 für Gossau ZH und Stadel. Bild: Video SRF
Platz 2 für Gossau ZH und Stadel. Bild: Video SRF

 

Die SRF-Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» machte diese Woche halt in Gossau ZH. Für den Sieg hat es leider nicht ganz gereicht. Doch der zweite Platz kann sich sehen lassen.

 

Am 9. März 2021 wurde die Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» über Gossau ZH ausgestrahlt (bunts.ch berichtete). Barbara Tudor präsentierte den vier anderen Teilnehmern ihre Wohngemeinde an drei verschiedenen Stationen: Zum Thema Tradition wurde gezeigt, wie die Milch mit dem Milchlastwagen aufgeladen wird, bei der Station Freizeit konnten sich die Teilnehmer im Hornussen üben, und beim dritten Halt durften die Gäste bei der Metzgerei Zellweger selber eine Salami herstellen und Feinheiten geniessen.

 

Gleichstand mit Stadel

Obwohl die Bewertungen mit 9 und 10 Punkten für Gossau ZH gut waren, hatte es am Ende nicht ganz für den Sieg gereicht: Gemeinsam mit Sula aus Stadel belegte Tudor mit 37 Punkten den zweiten Platz. Gewonnen hat Renate aus Elgg mit 38 Punkten.

 

Im Interview erzählt Barbara Tudor, wie sie die Sendung erlebt hat.

 

bunts.ch: Du hast den Sieg knapp um einen Punkt verpasst. Bist du enttäuscht?

Barbara Tudor: Überhaupt nicht. Als ich wenige Tage vor Drehbeginn erfuhr, dass ich gegen Gemeinden wie Greifensee und Kyburg antrete, war schnell klar: Das dürfte schwierig werden.

 

Gefreut hättest du dich aber schon...

Ja natürlich! Wer will nicht den Sieg nach Hause tragen bei einem Wettbewerb. Doch der Spass an der Sache und das Erlebnis standen für mich im Vordergrund. Ich gönne Elgg den Sieg von Herzen.

 

Hast du dich für die Sendung beworben?

Nein. Die Produktionsfirma hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich Lust hätte, Gossau ZH zu vertreten. Bis dahin kannte ich die Sendung kaum.

 

Warum hast du mitgemacht?

Ich fand das Projekt spannend und sah darin ein kleines, nicht alltägliches Abenteuer.

 

Aufgenommen wurde die Sendung bereits im Oktober 2020. Wie viel Zeit hattest du, alles vorzubereiten?

Ich wurde Ende August 2020 angefragt. Ich musste mich danach noch offiziell mit einem Video bewerben und Vorschläge für die Stationen einreichen. Die Bestätigung, dass ich definitiv dabei bin, hatte ich erst Anfang Oktober. Es blieb also nicht viel Zeit für die Vorbereitungen.

 

Barbara Tudor aus Gossau ZH war Gastgeberin in Gossau ZH. Bild: SRF Video
Barbara Tudor aus Gossau ZH war Gastgeberin in Gossau ZH. Bild: SRF Video

Alle Stationen fanden in Gossau Dorf statt. Warum nicht auch in den Wachten?

So waren die Bestimmungen der Sendung: Ich musste mich für eine Wacht entscheiden. Auch das Datum für den Drehtag war fix vorgegeben. Das schränkte die Optionen natürlich ein.

 

«Die Hilfsbereitschaft im Dorf war einfach grossartig.»

Barbara Tudor

 

Hattest du noch andere Ideen für die Stationen?

Auf meiner Ideenliste stand noch eine Aktivität mit dem Männerchor oder Musikverein Gossau. Doch das war wegen der Corona-Situation damals leider nicht möglich.

 

Wie liefen die Vorbereitungsarbeiten?

Die Hilfsbereitschaft im Dorf war einfach grossartig. Die Hornusser hatten extra die Junioren aufgeboten, Vertreter des Vorstands hatten sich den Nachmittag frei genommen. Stefan und Priska Zellweger unterbrachen ihre Ferien und die J. Meier Grüt Transporte AG änderte den Tourenplan, damit der Dreh an dem Tag überhaupt möglich war.

 

«Nicht in die Kamera zu schauen, war das Schwierigste.»

Barbara Tudor

 

Wie ist es, vor der Kamera zu stehen?

Es war spannend und lustig, aber auch anstrengend. Zum Beispiel, weil man nicht in die Kamera schauen darf. Das ist nicht so einfach, wenn der Kameramann direkt vor einem steht. Da will man automatisch in dieses schwarze Ding kucken. Auch dass gewisse Szenen mehrfach gedreht werden mussten, war intensiv. Den Spruch «Das machen wir nochmal» von der Regisseurin hörten wir mehrmals am Tag (lacht).

 

Wie lange wurde gedreht?

Wir waren in jeder Gemeinde einen Tag lang unterwegs, also eine ganze Woche auf Tour. Es ist faszinierend, wie ein Drehtag auf 21 Minuten Sendezeit heruntergebrochen werden kann.

 

Ihr scheint es gut gehabt zu haben in der Gruppe...

Oh ja! Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und hatten viel Spass zusammen. Auch die TV-Crew war super. Ich denke auch darum verging die Woche wie im Flug.

 

Wie waren die Reaktionen auf die Sendung in Gossau?

Durchs Band positiv. Ich habe viele liebe Nachrichten bekommen, die mich berührt haben. Besonders bewegt hat mich die E-Mail einer älteren Dame, die in Gossau aufgewachsen ist. Sie fand, dass ich Gossau gut vertreten hätte. Auch ein paar Leute, die ich seit der Jugendzeit nicht mehr gesehen habe, haben sich bei mir gemeldet.

 

Würdest du es wieder machen?

Nein. Es war eine tolle Erfahrung, aber damit ist's auch gut.

Hatten eine super Zeit zusammen: Die «Mini Schwiiz, dini Schwiiz»-Gruppe aus Elgg, Stadel, Greifensee, Gossau ZH und Kyburg. Bild: zvg
Hatten eine super Zeit zusammen: Die «Mini Schwiiz, dini Schwiiz»-Gruppe aus Elgg, Stadel, Greifensee, Gossau ZH und Kyburg. Bild: zvg

Text/Interview: Isabella Schütz