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«Bei Littering oder Sachbeschädigung herrscht Null-Toleranz»

Ein Bild der Verwüstung: Schulanlage Berg in Gossau am 22.9.19
Ein Bild der Verwüstung: Schulanlage Berg in Gossau am 22.9.19

 

Vergangenes Wochenende hat eine Gruppe von Jugendlichen auf der Schulanlage Berg einen Ort der Verwüstung hinterlassen. Aufgrund der Situation vor Ort musste Anzeige erstattet werden. bunts.ch wollte von der Gemeinde wissen, wie sie die Situation einschätzt und was sie dagegen unternimmt.

 

von Barbara Tudor

 

Am Wochende vom 21. auf den 22. September 2019 hat eine Gruppe von Jugendlichen auf der Schulanlage Berg in Gossau ZH einen Ort der Verwüstung hinterlassen (bunts.ch berichtete). Aufgrund der Situation vor Ort musste Anzeige erstattet werden. bunts.ch wollte von der Gemeinde wissen, wie sie die Situation generell einschätzt und was sie gegen solche Vorfälle unternimmt. Thomas-Peter Binder, Gemeindeschreiber von Gossau, nahm schriftlich Stellung dazu.

 

Littering und Sachbeschädigungen immer wieder ein Thema

«Littering ist ein Ärgernis für alle und generiert hohe Kosten», schreibt Thomas-Peter Binder, Gemeindeschreiber von Gossau ZH, in seiner E-Mail an bunts.ch. Generell auf Schulanlagen und öffentlichen Plätzen kämen Littering und auch Sachbeschädigungen immer wieder vor. Die Gemeinde Gossau ZH mache da leider keine Ausnahme. Ein "bevorzugter" Ort lasse sich allerdings nicht ausmachen. Es passiere mal da, mal dort, so Thomas-Peter Binder.

 

Es herrscht Null-Toleranz
Die Gemeinde Gossau sei sich der Ursachen durchaus bewusst. Ein wesentlicher Faktor zum Beispiel sei die Anonymität im öffentlichen Raum, was die Wahrscheinlichkeit des Litterings erhöhe. Verstärkt werde das Phänomen durch Gruppeneffekte, gerade wie sie bei Jugendlichen häufig vorkommen. «Doch bei allem Verständnis für jugendliche Verhaltensweisen: Bei Littering oder Sachbeschädigung herrscht Null-Toleranz». Die Gemeinde erstatte in jedem Fall – so auch im aktuellen – Anzeige gegen Unbekannt.  «Recht häufig mit Erfolg und nachhaltiger Wirkung», so Thomas-Peter Binder. Werde die betroffene Person sanktioniert, wirke dies meist auch auf ihr persönliches Umfeld.

 

Bevölkerung soll auch aktiv werden

Die Gemeinde ruft aber auch die Bevölkerung auf, ihrerseits aktiv zu werden und entdeckte Littering-Fälle oder Sachbeschädigungen der Polizei zu melden. Diese könne die Situation gut einschätzen und dadurch massvoll, aber gleichwohl zielorientiert handeln. Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, setze Gossau auf einen kontinuierlichen Massnahmen-Mix: In der Schule gibt es beispielsweise Lektionen, die sich mit den Themen Littering und Sachbeschädigungen befassen. «So lernen schon die Kleinsten, wie man Abfälle korrekt entsorgt und dass es bedeutend mehr Freude bereitet, auf einer sauberen Wiese zu spielen.» Auch die Mitarbeitenden würden entsprechend geschult.

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