Es ist wieder Pilzsaison

 

Für Pilzfreunde ist die schönste Zeit im Jahr angebrochen. Im Wald und auf Wiesen sind wieder die unterschiedlichsten Pilzarten anzutreffen. Ein paar Tipps und Anlaufstellen.

 

Das Ökosystem des Waldes ist komplex, und Pilze spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie zersetzen nämlich nicht nur organisches Material wie Holz, Laub oder Tannennadeln und halten so den Nährstoffkreislauf in Schwung. Sie sind auch für Insekten, Kleintiere und Schnecken eine wichtige Nahrungsquelle. Sichtbar ist für uns lediglich der Fruchtkörper. Das wichtige Pilzgeflecht, das sog. Mycel, wächst vor unseren Augen verborgen im Boden oder im Holz. Deshalb soll man Pilze weder zerstören noch sinnlos ausreissen – auch keine giftigen Pilze.

 

Angebot der Pilzkontrollstelle nutzen

Wer kein geübter "Pilzler" ist oder das Pilze sammeln als neues Hobby für sich entdeckt hat, sollte sein Fundgut unbedingt einem Pilzkontrolleur zeigen. Aber auch geübten Sammlern wird geraten, bei kleinster Unsicherheit die nächste Kontrollstelle aufzusuchen. Denn einige geniessbare Pilze haben giftige Doppelgänger. Für die Gossauerinnen und Gossauer ist die Pilzkontrollstelle in Wetzikon die nächste Anlaufstelle. Auch Literatur in Form von Büchern oder Apps können hilfreich sein. Bei unbekannten Pilzarten sollte man nur ein oder zwei Exemplare pflücken und sie getrennt von den anderen Pilzen zum Pilzkontrolleur bringen.

 

Herausdrehen oder abschneiden

Wer einen geniessbaren Pilz gefunden hat, dreht ihn am besten vorsichtig heraus, um das Geflecht unter der Erde nicht zu verletzen. Pilze können auch mit einem Taschenmesser abgeschnitten werden. Die gesammelten und vor ort geputzten Pilze legt man am besten in einen Korb oder in ein Leinentuch. Plastiksäcke sind tabu, denn sie brauchen Luft, um frisch zu bleiben. Gute Chancen, Pilze zu finden, hat man übrigens nach nicht zu kalten Regentagen. Pilze lieben feuchte Böden und warme Temperaturen. Bei starkem Regen sollte man hingegen keine Pilze sammeln, weil sie sich dann mit viel Feuchtigkeit vollsaugen und weniger lange haltbar sind.

 

Bestimmte Pflückzeiten und -mengen

Grundsätzlich sollen nur so viele Pilze gesammelt werden, wie man in einer Mahlzeit verzehren kann. Pro Person und Tag darf im Kanton Zürich maximal ein Kilogramm gesammelt werden, und vom 1. bis 10. des Monats gilt ein komplettes Pflückverbot. Wer in einem anderen Kanton unterwegs ist, um Pilze zu suchen, sollte sich vorher darüber informieren, welche Bestimmungen dort gelten. Denn bei Missachtung sind Bussen bis zu Fr. 2'000.– möglich.

 

Tipps für den Pilzkonsum

Die Pilzkontrolle rät, auf den Konsum von rohen Pilzen generell zu verzichten und auf eine ausreichende Garzeit zu achten. Pilze, die nicht von einer Fachperson kontrolliert wurden, sollten weder Gästen aufgetischt noch an Dritte verschenkt werden. Sie sollen zudem immer im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 24 Stunden konsumiert werden. Pilze sind schwer verdaulich. Deshalb sollte man nur kleine Mengen zu sich nehmen.

 

Weitere Informationen

Pilzkontrolle Wetzikon

Xaver Schmid

im Nebengebäude bei der "Cevi-Schüür"

Kindergartenstrasse 30
8623 Wetzikon-Kempten

Telefon 044 930 46 86

Kontrollzeiten:
DI/MI/FR/SA: 18.00 bis 19.00 Uhr

SO: 16.00 bis 18.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.

Vom 1. bis 10. des Monats ist die Pilzkontrolle geschlossen.

 

> Flyer Pilzkontrolle Wetzikon

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Tox-Zentrum, Notruf-Nummer 145

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