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Coronavirus: repetitive Tests bei Belegschaft ab sofort möglich

Wiederholendes Testen in den Unternehmen ab sofort möglich (Symbolbild)
Wiederholendes Testen in den Unternehmen ab sofort möglich (Symbolbild)

 

Im Kanton Zürich können Unternehmen und Organisationen ihre Belegschaft ab sofort nach dem neuen, vom Bundesrat beschlossenen System repetitiv testen lassen. Die Tests sind für die Unternehmen kostenlos. Arbeitnehmende von Firmen, die teilnehmen, werden unter gewissen Voraussetzungen von der Quarantänepflicht befreit. Auch Schulen können sich für das repetitive Testen anmelden.

 

Anlässlich eines Treffens mit Bundesrat Alain Berset hat der Zürcher Regierungsrat Anfang März den Bund aufgefordert, beim repetitiven Testen die administrativen Hürden für Unternehmen und Kantone zu reduzieren. Mit seinem Entscheid vom 12. März ist der Bundesrat diesem Anliegen nachgekommen und hat eine umfassende Testoffensive beschlossen. Der Bundesratsbeschluss sieht eine Ausweitung des repetitiven Testens vor. Gleichzeitig werden mit den neuen Vorgaben erhöhte Anforderungen an die Kantone und die Leistungserbringer gestellt. So ist neu ein zentraler Leistungserbringer für Unternehmen zu bestimmen, welcher ein koordiniertes Testen sicherstellt und die Labortests auswertet. Ausserdem soll dieser den Datenschutz und den Datenfluss sicherstellen. Das kantonale Testkonzept musste daher angepasst werden. Dies teilte die Gesundheitsdirektion in ihrer Mitteilung heute mit.

 

«Regelmässige und breit durchgeführte Tests sind sinnvoll und bilden Teil der Exitstrategie.»

Regine Sauter, Direktorin der ZHK

 

Erweiterte Teststrategie im Einsatz

Zusammen mit dem AWA und den Zürcher Wirtschaftsverbänden KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich KGV, der Zürcher Handelskammer ZHK, Arbeitgeber Zürich VZH sowie dem Schweizer Wirtschaftsdachverband Economiesuisse arbeitete die Gesundheitsdirektion seither mit Hochdruck daran, die neuen Vorgaben verlässlich umzusetzen. Regine Sauter, Direktorin der ZHK, begrüsst es, dass ab heute die erweiterte Teststrategie im Kanton Zürich zum Einsatz kommt: «Regelmässige und breit durchgeführte Tests sind sinnvoll und bilden Teil der Exitstrategie. Die Wirtschaft kann und will da einen Beitrag leisten. Wichtig ist, dass Arbeitnehmende mit einem negativen Testentscheid von der Quarantänepflicht befreit werden und an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können, was für viele Betriebe essenziell ist.». Hans Strittmatter, Geschäftsleiter Arbeitgeber Zürich VZH, begründet sein Engagement wie folgt: «Für die Firmen ist es sehr wichtig, dass die Mitarbeitenden, deren Präsenz unabdingbar ist, möglichst vollzählig und gesund ihrer Arbeit nachgehen können. Deshalb unterstützen wir das repetitive Testen in Unternehmen. Dieses ist nun niederschwellig möglich.». Regierungsrätin Carmen Walker Späh, Volkswirtschaftsdirektorin: «Regelmässiges Testen in Unternehmen, wie es die Gesundheitsdirektion nun ermöglicht, ist ein Schlüssel für die rasche Erholung unserer Wirtschaft.»

 

Strenges Testen an den Schulen

An den Schulen im Kanton Zürich werde wie in den vergangenen Monaten ein strenges Ausbruchstesten weitergeführt. Neu können die Schulen auch repetitive Tests einsetzen, wenn sie das wollen. Für die Volksschule entscheiden die Gemeinden, ob ihre Schulen an den repetitiven Tests teilnehmen.

 

Zusammenarbeit mit der Hirslanden AG

Die Vielzahl von Unternehmen im Kanton Zürich stelle grosse Anforderungen an die Informatik und setze eine hohe Kapazität der Testlabors voraus, so die Mitteilung weiter. Die Gesundheitsdirektion habe sich daher entschieden, als Betreiberin der zentralen Plattform die Firma Hirslanden AG zu beauftragen. Diese biete mit dem Tool «Together we test» ein umfassendes Dienstleistungsangebot für wiederholtes Testen an. Die Hirslanden AG verfüge zudem über ein breites Netz an Laboratorien, welches es brauche, um die hohe Anzahl Tests auszuwerten. Sie bietet zusammen mit Partnerunternehmen in den Bereichen IT-Plattform, Beschaffung und Konfektionierung des Probematerials und der Logistik ein umfassendes Angebot an. Die Hirslanden AG kann dabei auf wertvolle Erfahrungen mit Betriebstestungen aus dem Kanton Graubünden zurückgreifen.

 

«Mit den regelmässigen Tests leisten die Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie.»

Thomas Hess, Geschäftsleiter KGV


Gratis und freiwillig
Die Kosten für die repetitiven Tests werden von Bund und Kanton getragen, für die Unternehmen sind sie gratis. Die Tests sind für Mitarbeitende freiwillig. Teilnehmen können Unternehmen oder Organisationen ab vier testwilligen Mitarbeitenden. Teilnehmende Unternehmen, welche ihre Belegschaft regelmässig testen, sind von der Quarantänepflicht befreit, sofern sich die betroffenen Personen für die Dauer der Quarantänezeit täglich in einer kantonalen Teststelle (Testzentrum, Apotheke, Arztpraxis) testen lassen. Dadurch könne der Betriebsalltag aufrecht erhalten bleiben und die Planungs- und Produktionssicherheit markant verbessert werden, so die Gesundheitsdirektion. Thomas Hess, Geschäftsleiter KGV, meint dazu: «Wir rufen die Unternehmen dazu auf, ihre Mitarbeitenden regelmässig zu testen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie und verfügen zudem über mehr Sicherheit in ihrer eigenen Unternehmung.».

 

> Merkblatt «Befreiung Quarantänepflicht durch Betriebstestungen»

> Betriebe & Tests anmelden

 

Quelle: Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion vom 29.3.2021