Sammlung Lipsi: Einzigartige Kunstsammlung in Hinwil

Beeindruckende Kunstsammlung für die Öffentlichkeit zugänglich: Sammlung Lipsi in Hinwil. Bild: zvg
Beeindruckende Kunstsammlung für die Öffentlichkeit zugänglich: Sammlung Lipsi in Hinwil. Bild: zvg

 

Unweit von hier, in Hadlikon bei Hinwil, gibt es eine einzigartige Kunstsammlung zu bestaunen: die Sammlung LIPSI des international bekannten Künstlerpaars Morice Lipsi und Hildegard Weber-Lipsi.

 

von Barbara Tudor

 

In Hadlikon in der Gemeinde Hinwil gibt es eine Kunst-Trouvaille, die überrascht und begeistert. Unscheinbar im Gewerbe-Areal "Im Tobel" gelegen, eröffnet sich den Besucherinnen und Besuchern mit der Sammlung LIPSI ein faszinierender Einblick in die Welt des international bekannten Künstlerpaars Morice Lipsi und Hildegard Weber-Lipsi.

 

Museum für Laien und Kunstkenner

Die Sammlung LIPSI zeigt den aus Frankreich stammenden Nachlass aus dem Pariser Atelier des Bildhauers Morice Lipsi (1898 - 1986) und seiner Frau Hildegard Weber-Lipsi (1901 - 2000). In der beeindruckenden Ausstellung gibt es Skulpturen, Entwürfe, Zeichnungen und Werkzeuge von Morice Lipsi zu bestaunen, von Hildegard Weber-Lipsi sind verschiedene Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Stabpuppen ausgestellt.

 

International bekanntes Künstlerpaar

Morice Lipsi gehörte nach dem zweiten Weltkrieg zu den bedeutendsten Bildhauern abstrakter, monumentaler Steinskulpturen und zum gefragten plastischen Gestalter des öffentlichen Raumes mit Aufträgen in ganz Frankreich. Neben einer Vielzahl an Ausstellungen in Galerien und Kunstmuseen, nahm Lipsi auch an internationalen Bildhauersymposien in Japan, der Slowakei und in Frankreich teil. Ein Höhepunkt waren die Werke "Océanique I"  (olympische Spiele in Tokyo 1964) und die 12 Meter hohe "Ouverture dans l'espace" (olympische Winterspiele Grenoble 1968), die anlässlich der Olympischen Spiele einen ehrvollen Platz im öffentlichen Raum erhielten. Hildegard Weber-Lipsi nahm regelmässig am "Salon des Réalités Nouvelles" teil und stellte ihre Bilder auch in Galerien in Frankreich, Deutschland, Israel, Japan und in der Schweiz aus. Bemerkenswert ist der Film mit ihren historischen Marionetten «L’histoire du petit tailleur» (Das tapfere Schneiderlein). Mit den Stabmarionetten gewann Hildegard Weber-Lipsi eine Goldmedaille an der Pariser Weltausstellung im Jahr 1937. Der Film wird auf Wunsch in der Sammlung in Hadlikon gezeigt.

 

Persönliche Führung mit der Familie Beck-Lipsi

Bereits seit 2018 bereichert die Sammlung des verstorbenen Künstlerpaars die Schweizerische Museumslandschaft. Die Dauer-Ausstellung in Hadlikon ist für alle zugänglich und begeistert Kunstkenner wie Laien aus Nah und Fern gleichermassen. Nebst der Vielseitigkeit und der mit viel Liebe zum Detail angelegten Ausstellung, macht vor allem eines diese Kunstperle im Zürcher Oberland so einzigartig: Durch die Sammlung führt niemand Geringeres als die Nachkommen des Künstlerpaares selbst: Gabriella Beck-Lipsi, Tochter von Morice Lipsi und Hildegard Weber-Lipsi, und ihr Mann Hans J. Beck. Das Ehepaar wohnt unweit von der Ausstellung in Hadlikon. Die Sammlung ist jeden Samstag und Sonntag für die Öffentlichkeit zugänglich. An den anderen Tagen jederzeit auf Anfrage möglich.

 

Bild/Quelle: Website der Sammlung LIPSI


Sammlung LIPSI
Im Tobel 4
8340 Hadlikon (Hinwil)

Telefon 044 937 50 50
info@sammlung-lipsi.ch
www.sammlung-lipsi.ch

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag von 10–12 und 14–17 Uhr
Auf Anfrage jederzeit gerne auch an anderen Tagen.

Eintrittspreise:

Erwachsene: CHF 10.–
Studenten/Kinder: CHF 5.–
Angemeldete Gruppen ab 10 Personen: CHF 8.–
Jahreskarte: CHF 50.–