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Schule Gossau ZH: Infobrief an besorgte Eltern

Schule Gossau ZH reagiert auf Fragen von besorgten Eltern.
Schule Gossau ZH reagiert auf Fragen von besorgten Eltern.

 

Nachdem sich offenbar viele besorgte Eltern bei der Schule Gossau ZH gemeldet haben, verschickte diese ein Informationsschreiben an die Eltern und geht darin auf die häufigsten Fragen ein, unter anderem zu allfälligen Massentests.

 

von Barbara Tudor

 

Am 5. Februar 2021 verschickte die Schule Gossau ZH einen Infobrief an die Eltern der Primar- und Oberstufenschüler der Gemeinde. Offenbar haben sich vermehrt besorgte Eltern bei der Schulverwaltung gemeldet bezüglich Maskentragepflicht und Massentestungen. In dem Schreiben zeigt die Schulverwaltung Verständnis für die Verunsicherung aufgrund der Medienberichte. Es sei für alle nicht einfach, mit dieser Ungewissheit umzugehen, schreiben Mirco Perot und Nicole Wohlwend. Doch die Schule appelliere an die Eltern, Ruhe zu bewahren. Die Massnahmen, die von den verantwortlichen Entscheidungsträgern angeordnet wurden, würden Orientierung geben und dazu dienen, die Kinder sowie das Lehrpersonal zu schützen und durch einen funktionierenden Schulbetrieb eine möglichst grosse Normalität bieten.

 

Keinen Spielraum bei der Umsetzung der Massnahmen

In dem Brief geht die Schule Gossau ZH auf verschiedene Fragen ein, die offenbar vermehrt von besorgten Eltern gestellt wurden. Dazu gehört zum Beispiel, ob sich die Gemeinde weigern könne, angeordnete Massnahmen umzusetzen. «Nein», lautet die Antwort klar: «Die Schule Gossau hat keinen Spielraum bei der Umsetzung der angeordneten Massnahmen.» Die Gemeinden bzw. die Schulbehörden hätten für die Umsetzung und Einhaltung der Vorgaben seit dem 21. Januar 2021 zu sorgen. Den Schulbehörden bleibe somit kein Ermessensspielraum in dieser Angelegenheit. Die Eltern können wohl gegen angeordnete Massnahmen rekurrieren, aber die Schule Gossau ZH sei nicht Rekursinstanz, sondern der Regierungsrat.

 

Massentestungen derzeit nicht geplant

Auch die Frage nach Massentestungen beantwortet die Schule Gossau ZH in ihrem Brief: Massentests an der Schule Gossau ZH seien grundsätzlich möglich, würden aber nicht von ihnen, sondern vom Kanton angeordnet. Ein Massentest würde vom Contact Tracing und vom schulärztlichen Dienst in Absprache mit der Schulpflege der betroffenen Gemeinde angeordnet. Weiter schreibt die Schule, dass Eltern ihr Kind dieser Testung entziehen könnten. Möchten Eltern ihre Kinder nicht testen lassen, muss im Rahmen des aktuellen Infektionsausbruchs an der Schule auch bei diesen Kindern vom Verdacht einer Ansteckung ausgegangen werden. Bei diesen Kindern könnten Ersatzmassnahmen wie ein vorübergehender Schulausschluss für die übliche Dauer einer Quarantäne angeordnet werden. Wenn ein Massentest angeordnet würde, dürften Eltern wählen, ob sie diese Testung zeitgleich durch einen Hausarzt ausführen lassen wollen. Aktuelle Testresultate würden anerkannt, wenn ausführende Stelle, Datum und Testresultat ersichtlich seien. Das Testresultat müsse der Schulleitung bekanntgegeben werden. Falls es zu einer Testung an der Schule Gossau ZH kommen sollte, würde die Schule die Eltern informieren. Wenn sie damit nicht einverstanden sind, hätten die Eltern als Erziehungsberechtigte die Möglichkeit zu reagieren und mit der Schule das weitere Vorgehen zu besprechen. (bt)

 

Quelle: Eltern-Information der Schule Gossau ZH vom 5. Februar 2021