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Coronavirus: Die Schweiz geht in einen Shutdown

 

Ab dem 18. Januar 2021 müssen alle Läden des nicht täglichen Bedarfs schliessen. Das Wichtigste im Überblick.

 

Der Bundesrat hat heute an seiner Medienkonferenz neue Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus bekanntgegeben.

 

Die Ansteckungszahlen stagnieren auf sehr hohem Niveau und mit den neuen, viel ansteckenderen Virusvarianten droht ein rascher Wiederanstieg. Trotz der Verschärfungen von Dezember 2020 könne bisher kein eindeutig abnehmender Trend festgestellt werden. Die epidemiologische Lage bleibe äusserst angespannt: Die Zahl der Ansteckungen, Hospitalisationen und Todesfälle sowie die Belastung des Gesundheitspersonals sei nach wie vor sehr hoch. Zusätzlich sei die Schweiz mit zwei neuen, hoch ansteckenden Virusvarianten konfrontiert. Diese würden das Risiko eines weiteren, schwierig zu kontrollierenden Anstiegs der Fallzahlen erhöhen. In mehreren Ländern, wo die neuen Varianten breit zirkulieren, seien die Fallzahlen in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen. Der Bundesrat habe keine Hinweise darauf, dass die Entwicklung in der Schweiz anders verlaufen wird als in diesen Ländern. Die Übertragbarkeit der neuen Varianten sei nach ersten Einschätzungen 50 bis 70 Prozent höher.

 

Der Bundesrat hat angesichts der angespannten epidemiologischen Lage an seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen.

 

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die im Dezember beschlossenen Massnahmen werden um fünf Wochen verlängert: Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bleiben bis Ende Februar geschlossen.
  • Neu gilt ab Montag, 18. Januar eine Home-Office-Pflicht. Der Schutz von besonders gefährdeten Personen am Arbeitsplatz wird verstärkt. Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, gilt zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.
  • Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs werden ab Montag, 18. Januar geschlossen. Dies gilt schweizweit. Ausgenommen sind Läden und Märkte, die Güter des täglichen Bedarfs anbieten. Weiterhin möglich ist auch das Abholen bestellter Waren vor Ort. Die Regelung, dass Läden, Tankstellenshops und Kioske nach 19 Uhr sowie sonntags geschlossen bleiben müssen, kann dagegen wieder aufgehoben werden.
  • Private Veranstaltungen und Menschenansammlungen werden auf maximal fünf Personen einschränkt. Kinder werden auch zu dieser Anzahl gezählt. Menschenansammlungen im öffentlichen Raum werden ebenfalls auf fünf Personen beschränkt. (bt)

Quelle: Medienmitteilung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom 13.01.2021