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Vier Jahre bunts.ch und kein bisschen müde

Seit 2016 gibt es bunts.ch. Bild: Stockphoto
Seit 2016 gibt es bunts.ch. Bild: Stockphoto

 

Am 2. Juni 2016 erschien der erste Beitrag auf der Facebook-Seite von bunts.ch. Vier Jahre und tausende von Beiträgen später, ist das Interesse an der Plattform ungebrochen.

 

An einem Sommertag im 2016 sass die in Gossau ZH wohnhafte Barbara Tudor auf ihrem Balkon und dachte über eine Infoseite speziell für die Gossauerinnen und Gossauer nach. «Mir fehlte damals eine zentrale Plattform, über die man sich schnell und einfach über die Aktivitäten im Dorf informieren kann und die auch die sozialen Kanäle einbindet. Gossau hat so viel zu bieten, doch sichtbar war so manches nicht. Diese Perlen wollte ich an die Oberfläche bringen.». Spontan eröffnete sie die Facebook-Seite namens "Bunts Gossau" und setzte am 2. Juni 2016 den ersten Post ab. Weitere Beiträge folgten: Stimmungsbilder, Hinweise auf Veranstaltungen, Kurioses und Witziges. Innert kürzester Zeit zählte die Seite 50, 100 und bald schon mehrere hundert Follower aus Gossau und Umgebung. Auch Weggezogene aus der Schweiz und sogar aus Asien folgen bunts.ch, um über ihre einstige Heimat auf dem Laufenden zu bleiben. Heute, vier Jahre später, zählt bunts.ch fast 2'400 Follower in den sozialen Kanälen, die Website wird durchschnittlich 900 Mal am Tag geklickt.

 

Ein bunter Strauss an Serviceleistungen

Dass das Angebot so gut ankommt, hätte Barbara Tudor nicht gedacht. Die selbständige Unternehmerin, die über 15 Jahre in den Medien tätig war, wusste schnell: Eine Facebook-Seite alleine genügt nicht, um den Ansprüchen gerecht zu werden. So erstellte sie ein Konzept und lancierte drei Monate später die Website bunts.ch mit erweitertem Angebot. Dazu kamen Instagram und Twitter. Neben laufenden Informationen über das Dorf, bietet bunts.ch auch einen bunten Strauss an Serviceangeboten an - die meisten von ihnen sind kostenlos. So können Vereine zum Beispiel Texte einreichen, Firmen können kostenlos ihre Stellenangebote platzieren. Es gibt eine Online-Agenda, einen Newsletter-Service und einen Privatmarktplatz auf Facebook. Dazu sorgt bunts.ch mit Wettbewerben und Verlosungen immer mal wieder für Abwechslung und Unterhaltung. Seit 2019 bietet bunts.ch zudem mit «Bunts' Gwärb» auch Angebote und eine Austauschmöglichkeit speziell fürs lokale Gewerbe. Im gleichen Jahr lancierte Barbara Tudor bunts.ch für Grüningen.

 

«Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, was es alles zu entdecken gibt.»

Barbara Tudor, Initiantin und Betreiberin von bunts.ch

 

Intensive Recherchearbeiten

Es vergeht kein Tag, an dem auf bunts.ch oder in den sozialen Kanälen nicht ein Beitrag zu lesen ist. Ob eine Vereinsmeldung, ein Veranstaltungshinweis oder ein Beitrag über ein lokales Geschäft. Um bunts.ch mit spannenden Inhalten zu füllen, sind neben Meldungen aus der Bevölkerung auch intensive Recherche- und Redaktionsarbeiten nötig, für welche Barbara Tudor mittlerweile ein Pensum von ca. 50 Prozent aufwendet. «Ich habe das grosse Glück, mir meine Arbeit als Selbständige selber einteilen zu können. So kann ich den Betrieb von bunts.ch flexibel in meinen Arbeitsalltag integrieren», sagt die 45-jährige, die in Grüningen aufgewachsen ist und mit ihrem Mann und ihrer Tochter seit 2012 in Gossau wohnt. Einen grossen Teil ihrer Arbeit für bunts.ch erledigt Barbara Tudor aber nach Feierabend und an den Wochenenden. Doch das mache ihr nichts aus: «Ich liebe die Arbeit für bunts.ch! Es ist immer wieder aufs Neue faszinierend, was es alles zu entdecken gibt. Wenn ich den Menschen mit meiner Arbeit eine Freude machen kann, bin ich glücklich.»

 

Barbara Tudor alias "Frau Bunts". Bild: Michael Rieder Photography, Grüt ZH.
Barbara Tudor alias "Frau Bunts". Bild: Michael Rieder Photography, Grüt ZH.

«Ich verdiene mit bunts.ch kein Geld. Aber das ist auch nicht das grosse Ziel.»

Barbara Tudor

 

Privat betrieben und finanziert

Für sämtliche Kosten kommt Barbara Tudor seit Beginn im 2016 selber auf. Auch für die im 2019 lancierte Dorfzeitung "Bunts' Post", die zwei Mal im Jahr gratis in alle Gossauer Haushalte verteilt wird, trägt sie die Kosten auf volles eigenes Risiko. «Ich verdiene mit bunts.ch und der Bunts' Post unter dem Strich kaum einen Franken. Aber das ist auch nicht das grosse Ziel.». bunts.ch sei ihr persönlicher Beitrag fürs Dorf: «Andere engagieren sich in einem Verein für ein aktives Dorfleben, ich trage meinen Teil mit bunts.ch bei.». Ihre Brötchen verdiene sie mit ihrer Marketing-Agentur TUDOR DIALOG mit Sitz in Gossau. Zusammen mit einer Mitarbeiterin betreut sie vor allem kleine KMUs aus den verschiedensten Branchen rund um Marketing und Kommunikation.

 

Weiterentwicklung von bunts.ch geplant

Dass die quirlige Rothaarige immer wieder für Überraschungen gut ist, weiss die bunts.ch-Community inzwischen. So darf man von ihr auch in Zukunft die eine oder andere Neuerung erwarten. (Redaktion bunts.ch)


Wieso "bunts"?

Der Name "bunts.ch" kommt von bunt, also farbig. Das Dorfleben in Gossau ZH und Grüningen ist bunt und vielseitig. Genau so will auch bunts.ch sein. Mehr über bunts.ch...

 

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