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Die VZO-Busse werden gereinigt wie Arztpraxen

Die VZO-Busse werden desinfiziert wie eine Arztpraxis. Bild: VZO
Die VZO-Busse werden desinfiziert wie eine Arztpraxis. Bild: VZO

 

Seit dem 11. Mai 2020 fahren wieder alle VZO-Busse nach dem normalen Fahrplan. Damit sorgen die VZO für genügend Platz in ihren gut gereinigten Bussen. Doch das allein reicht nicht: Die VZO appellieren an ihre Fahrgäste, die Hygiene- und Verhaltensregeln einzuhalten.

 

Seit kurzem ist wieder alles normal. Auf den ersten Blick zumindest. Sieben Wochen lang verkehrten die VZO-Busse auf Anordnung des Bundes mit reduziertem Fahrplan. Die Fahrgastzahlen sind Schätzungen zufolge um bis zu 70 Prozent eingebrochen. Die VZO gehen davon aus, dass jetzt wieder mehr Leute mit den blauen Bussen unterwegs sein werden. In den Werkstätten und Busgaragen des Verkehrsbetriebes herrscht emsiges Treiben - für den Schutz der Fahrgäste.

 

Dringend empfohlen: Hygienemasken und Vermeiden von Stosszeiten

Auf den zweiten Blick ist in den Bussen der VZO doch nicht alles so, wie es vor der Corona-Pandemie war. Plakate mit Schutzhinweisen und auffällig rot leuchtende Bildschirme machen auf die landesweit im öffentlichen Verkehr geltenden Regeln aufmerksam. Wer pendeln muss, soll die Stosszeiten wenn möglich meiden und auf schwächer frequentierte Verbindungen ausweichen, schreibt die VZO in ihrer Mitteilung vom 13. Mai 2020. Und sie bitten ihre Fahrgäste, aufeinander Rücksicht zu nehmen und Distanz zu halten, bereits an den Haltestellen. Beim Ein- und Aussteigen in die Busse sollen beispielsweise alle Türen benutzt werden. Zudem solle man Platz für Aussteigende machen und eine Gasse bilden. Falls die Abstandsregel von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, wird gemäss den Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) das Tragen einer Hygienemaske dringend empfohlen. In einem Standardbus könne die Abstandsregel bereits ab ca. 20, in einem Gelenkbus ab 40 Fahrgästen nicht mehr eingehalten werden. Die Reisenden würden mit den Massnahmen nicht nur sich selbst schützen, sondern damit auch zur Sicherheit aller Fahrgäste und einem entspannten Reisen beitragen, so die Mitteilung.

 

Die Busse der VZO werden jede Nacht mit einem Spezialgerät desinfiziert. Bild: VZO
Die Busse der VZO werden jede Nacht mit einem Spezialgerät desinfiziert. Bild: VZO

Busse werden desinfiziert wie eine Arztpraxis

Bereits vor Corona seien alle 100 VZO-Busse jede Nacht gründlich gereinigt worden. Doch jetzt stehen zusätzlich die Kontaktflächen wie Türknöpfe und Haltestangen sowie die Desinfektion des vollständigen Bus-Innenraumes im Fokus. Die VZO haben in den letzten Wochen ihre Reinigungsprozesse angepasst und gehen dabei auch unkonventionelle Wege. Die Busse werden während ihren nächtlichen Depotaufenthalten mit einer sogenannten Kaltnebelmaschine von Viren und Bakterien befreit. Das Gerät verwirbelt ein Desinfektionsmittel gleichmässig im ganzen Innenraum. Dabei werden keine Stellen im Bus ausgelassen. Die VZO arbeiten dazu mit der Firma "Steinemann Desinfection" zusammen. Das Unternehmen aus Flawil ist spezialisiert auf Desinfektionslösungen in Spitälern und Arztpraxen.

Türen öffnen automatisch

Damit die Fahrgäste möglichst ohne Berührung der Türknöpfe reisen können, bedienen die Chauffeure alle Fahrzeugtüren manuell. Damit entfällt für die Fahrgäste die Bedienung der Türöffnungstaste aussen am Bus. Die Taste für den «Halt auf Verlangen» im Bus muss hingegen weiterhin vom Fahrgast bedient werden. Nur so weiss der Chauffeur, ob eine Person aussteigen will oder nicht. Die automatische Türöffnung funktioniert mit einer Verzögerung von einigen Sekunden. Diese Wartezeit lässt sich aus technischen Gründen nicht verringern. Ein- und aussteigend Fahrgäste werden deshalb um etwas Geduld gebeten, bis sich die Türen öffnen.

 

Quelle: Medienmitteilung der VZO vom 13. Mai 2020