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Was man über Wildschweine wissen sollte

 

Ein Beitrag über die spannenden Waldbewohner von Christa Grimm, Bauabteilung Gemeinde Gossau.

 

Ursprünglich sind die wilden Schweine Waldbewohner. Sie sind aber sehr lern- und anpassungsfähig. Innerhalb der Familie gibt die Leitbache den Ton an und vermittelt ihre Lebenserfahrung an die Jungtiere weiter.

 

Friedliche nachtaktive Tiere

Die Familienmitglieder verständigen sich über ein Repertoire an verschiedenen Lautäusserungen. Wildschweine ernähren sich in erster Linie von Pflanzen, verschmähen aber auch tierische Kost in Form von Aas nicht. In der Regel gebären die Wildschweinbachen die gestreiften Jungtiere, Frischlinge genannt, von März bis Juni in einem mit Pflanzenmaterial ausgepolsterten Kessel. Wildschweine sind nachtaktive Tiere. Grundlos greifen sie keine Menschen an, ausser sie fühlen sich oder ihre Jungtiere bedroht. Auch wenn sie verletzt sind, ist Vorsicht geboten.

 

Wildschweine in Gossau

Die Zahl der Wildschweine hat in der ganzen Schweiz stark zugenommen. Die ersten Wildschweine wurden auch in Gossau beobachtet. Die Jagdgesellschaft Gossau beobachtet die Entwicklung genau. Sie berät die Landwirte und steht der Bevölkerung bei Fragen zur Verfügung.

 

Regeln im Umgang mit Wildschweinen

  • Im Wald und am Waldrand auf den Wegen bleiben. Wildschweine haben eine natürliche Scheu vor Menschen. Sie riechen und hören extrem gut und suchen Abstand zum Menschen. Auf dem Weg bleiben und sich gut hörbar unterhalten ist die beste Prävention.
  • Vermeide Störungen und streife nicht durch Dickicht oder Unterholz. Vor allem nicht nachts und in der Dämmerung, wenn die Tiere unterwegs sind.
  • Hunde an der Leine führen. Lasse Hunde nicht frei laufen, um unvorhergesehene Konfrontationen zu vermeiden.
  • Abstand halten. Bei einer überraschenden Begegnung mit Wildschweinen auf Distanz gehen. Ohne Hektik den Rückwärtsgang antreten. Dem Tier den Fluchtweg offen halten.Unfälle mit Wildscheinen und Menschen sind extrem selten.

Text: Christa Grimm

Quelle: Gossauer Info, März 2019