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Wiedereröffnung des Indianermuseums

 

Nach über zwei Jahren feierte das Indianermuseum am 7. Januar 2018 Wiedereröffnung. Die Betreiber wurden mit über 200 Gästen belohnt. Doch beinahe wäre die Eröffnung ins Wasser gefallen.

 

Vor rund zwei Jahren musste das beliebte Indianermuseum wegen Umbau des Accum-Areals schliessen. Am 7. Januar 2018 war es nun endlich soweit und die Türen zum beliebten «Indian Land Museum» gingen wieder auf. Wie zueriost.ch berichtet, kamen über 200 Gäste zur grossen Wiedereröffnung.

 

Beinahe-Katastrophe mit gutem Ausgang

Der Museumsdirektor Vincent Escriba und sein Team wurden kurz vor der Eröffnung noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Wenige Tage vor der Eröffnung kam es zu einem verhängnisvollen Kurzschluss: «Praktisch alle Lampen brannten durch, alles war futsch, auf einen Schlag.», sagte Vincent Escriba zum regio-Reporter. Es stellte sich heraus, dass bei der Verkabelung der Museumsbeleuchtung eine Fehler passiert war. Zwei Tage lang blieben Vincent Escriba und sein Team im Ungewissen, ob die Eröffnung wie geplant stattfinden konnte. Nur dank eines enormen Efforts von verschiedenen Personen konnten am Ende alle Lampen ersetzt und die Verkabelung geflickt werden.

 

Geglückter Start

Vincent Escriba und seine Helfer können nun aufatmen: Alles hat geklappt, und sie wurden mit einer grossen Menschenschar belohnt. Die über zweihundert Besucher konnten es kaum erwarten, in die neuen Räumlichkeiten einzutreten und die Ausstellung zu sehen. Auch Jörg Kündig, der Gemeindepräsident von Gossau, war vor Ort und freute sich über die Eröffnung. Er sagte im Interview mit zueriost.ch: «Diese Institution ist ausgesprochen wertvoll. Sie ermöglicht einen Blick über den Tellerrand hinaus in eine andere Kultur. Das Museum hat auch einen touristischen Effekt für Gossau. Es ist uns deshalb wichtig, dass das Museum bestehen bleibt». Um die Zukunft des Museums zu sichern, sei ein weiterer Finanzierungsbeitrag für die kommenden Jahre geplant, so Kündig.

 

Ausstellung mit Liebe zum Detail

Das Museum, das sich zur Aufgabe gemacht hat, die materielle Kultur der nordamerikanischen Indianer durch seine Sammlung zu erhalten und indianisches Denken und Handeln zu vermitteln, zeigt eindrücklich und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Szenen vom Leben der Indianer. So sind zum Beispiel Indianerfiguren vor einem Tipi oder in Kanus zu sehen. Auch Wildtiere werden gezeigt, und in den Vitrinen können Indianerbekleidung und Schmuck bewundert werden. Das Museum zieht viele Interessierte bis weit über die Gemeindegrenze hinaus an.

 

Ausbau geplant

Obwohl dem Museum eine harte Bewährungsprobe bevorsteht – das Museum habe nach dem Umbau noch Schulden und sei dringend auf Spender und Sponsoren angewiesen – schaut Vincent Escriba optimistisch in die Zukunft. Und er hat auch schon Pläne. So soll die ungenutzte Fläche von 350 Quadratmetern direkt hinter dem Museum für eine Erweiterung verwendet werden, um das Museum noch attraktiver zu machen. Er denkt dabei an Inhalte, die im Kontext zu den Indianern stehen. So sei zum Beispiel eine Waffenkammer denkbar, eine Galerie mit Sammlerstücken oder mit Werken von Künstlern. Das Herzstück des neuen Teils aber soll eine Steinzeitausstellung werden.

 

> zum Beitrag von zueriost.ch (nur für Abonnenten vollständig einsehbar)

 

INDIAN LAND Museum

Im Zentrum 1

8625 Gossau ZH

Telefon 044 935 26 74

www.indianland-museum.ch

Öffnungszeiten:

jeweils mittwochs, samstags und sonntags von 13.00–17.00 Uhr

 

Eintrittspreise:

Fr. 9.– für Erwachsene

Fr. 6.– für Kinder ab 6 Jahren (Kinder bis 6 Jahre gratis)

 

Führungen und Gruppenbesuche auf Anfrage


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